Michael Wrase – Referat

Wütend, verzweifelt und abgrundrief traurig: Wie die Menschen im Nahen Osten mit dem Versagen des Westens und der Regierungen ihrer Länder umgehen.

Michael Wrase in Beirut im Herbst 2021

In seinem Vortrag über die beklemmende Lage im Nahen Osten stellt Michael Wrase die betroffenen Menschen in den Vordergrund, denen er in den letzten Jahren bei seinen Reisen begegnet ist: Studentinnen im iranischen Isfahan, ein irakischer Priester, ein Totengräber bei Aleppo, ein Krankenhausdirektor in Beirut, der die Explosionskatastrophe im August 2020 überlebte, syrische Flüchtlinge in Tripoli und andere. An  Hand ihrer persönlichen Geschichten beschreibt und analysiert Michael Wrase die Lage im Nahen Osten, wo der amerikanische Krieg gegen den Terror für mehr Instabilität, zur Entstehung des Islamischen Staates und einer neuen Welle des Dschihadismus geführt hat. Der Irak, Syrien, Libanon und Afghanistan  wurden zu gescheiterten Staaten. Das berühmte „Licht am Ende des Tunnels“ ist nicht erkennbar. Als einzigen Ausweg aus ihrem Dilemma sehen vor allem  junge Menschen die Flucht in den Westen, wo sie unerwünscht sind. Doch es gäbe auch andere Optionen…