Als Israel und die USA Ende Februar den Iran angriffen, hofften sie damit das Kleriker-Regime in Teheran zu Fall zu bringen und die von den Mullahs ausgehende Bedrohung für alle Zeiten zu beseitigen. Mehr als drei Monate später haben Revolutionsgardisten die Macht übernommen. Ihr Regime ist nicht nur radikaler und widerstandsfähiger als das von Israel zerbombte System von Revolutionsführer Ali Khamenei. Als „Trumpfkarte“ kontrollieren die Gardisten die vor dem Krieg noch frei passierbare Strasse von Hormus, was, so Teheran, die „strategische Wirkung von Atomwaffen weit übertrifft“.
Seit mehr als 40 Jahren arbeitet Michael Wrase als Korrespondent im Nahen- und Mittleren Osten für Tageszeitungen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg.
Seine ersten Beiträge schrieb er im Sommer 1980. Er berichtete damals aus Bagdad und Basra über den irakisch-iranischen Krieg. Von dort aus besuchte er auch die Schlachtfelder des irakisch-iranischen Krieges (1980 -1988).
Vom Frühjahr 1982 bis Anfang 1987 hatte er seinen ständigen Wohnsitz im Libanon.
Als die Sicherheitslage für Journalisten im Libanon wegen gezielter Entführungen und Erpressungen für deren Freilassung immer präkärer wurde, übersiedelte Michael Wrase ins nahe gelegene Zypern, von wo aus er bis heute regelmässig die wichtigen politischen Schaupätze im Nahen und Mittleren Osten besucht.
Seit mehrene Jahren begleitet er auch kleine Reisegruppen in die Länder seines Wirklens.